Die Mundschutz-Maske

Die Mundschutz-Maske

Wichtige Hinweise zur Maskenpflicht

Maskenpflicht ab den 27.04.2020 

  • In den meisten Bundesländern gilt Maskenpflicht.
  • Sachsen hatte ab den 20.04.2020 als erstes Bundesland eine Maskenpflicht erlassen.
  • Es wird geraten Masken in Zügen und im Supermarkt zu tragen. 
  • Studien zufolge können Masken das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus minimieren.

Ein Verstoß gegen die Maskenpflicht gilt generell als Ordnungswidrigkeit und kann demzufolge mit einem Bußgeld belegt werden. Ich habe eine Tabelle mit den aktuellen Bußgeldern pro Bundesland erstellt.


Einleitung zur Mundschutz-Maske

Eine Mund-Nasen-Schutzmaske (auch Mundschutz oder OP Gesichtsmaske genannt), ist ein Hilfsmittel im Bereich der Medizin, welches eine Übertragung von Krankheitserregern durch Sekrettröpfchen (Tröpfcheninfektion) verhindert. Dabei handelt es sich meistens um eine Gesichtsmaske aus mehreren Papier- oder Vliesschichten, die mit elastischen Gummibändern am Hinterkopf oder hinter den Ohren einer Person befestigt werden.

Der biegsame Metallbügel an der Oberseite der Maske wird an den Nasenrücken gedrückt, um das Sichtfeld frei zu halten. Dabei wird der Atemluftaustritt nach oben reduziert. Eine Mundschutz-Maske wird der Hygiene entsprechend nach einmaliger Benutzung entsorgt.

Auf unserer Webseite finden sie viele nützliche Tipps über Mundschutz-Masken. Wir möchten sie gerne auf der Suche nach der richtigen Mundschutzmaske unterstützen. Des Weiteren finden sie unterhalb des Beitrags ein FAQ, dass alle aktuellen und allgemeinen Fragen zu Mundschutzmasken beantwortet.

So legen Sie eine Mundschutz-Maske richtig an

Benötigte Zeit: 1 Minute.

Mundschutz-Maske richtig anlegen:

  1. Saubere Händer

    Als Erstes sollten sie auf saubere Hände achten und diese im besten Fall, noch einmal Waschen.

  2. Auf Verunreinigungen prüfen

    Danach sollte überprüft werden, ob der Mundschutz irgendwelche Verunreinigungen enthält oder beschädigt ist.

  3. Nasenstück nach oben

    Richten sie die Maske korrekt aus, mit dem „Nasenstück“ nach oben. Achten sie außerdem darauf, dass sie die richtige Seite nach innen drehen. Bei vielen Mundschutz-Masken ist die Innenseite weiß, die Außenseite blau.

  4. Gummibänder befestigen

    Nun kann die Maske angezogen werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Maske und die Gummibänder zur Befestigung gut sitzen (nicht zu fest, nicht zu locker).

  5. Maske prüfen

    Wenn der Mundschutz nahezu perfekt anliegt und fast keine Atemluft mehr an den Rändern durchkommt, sitzt die Maske sicher.

Wichtig: Beim Abnehmen sollte die Maske nur an den Gummibändern angefasst werden, um eventuell abgehaltene Keime nicht mit der Hand zu berühren.

Keine Mundschutz-Maske vorhanden? Hier gibt es eine Anleitung um eine Behelfsmaske selbst zu nähen.

Welche Typen von Mundschutz-Masken gibt es?

Schutzklasse Schutz Eignungen für

FFP1

– Schutz vor ungiftigen und nicht-fibrogenen Stäuben
– Einatmung verhindert Krankheit, mögliche Reizung der Atemwege
– Max. 25 % Gesamtleckage
– Max. 4-fach Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes
Eine Maske der Klasse FFP1 kann in Umgebungen eingesetzt werden, die weder durch giftige noch fibrogene Stäube belastet sind. Sie filtern mindestens 80 % der Partikel (bis 0,6 Mikrometer Größe). Eine solche Maske kann im Bauwesen oder Nahrungsmittelindustrie verwendet werden.

FFP2

– Schutz vor festen und flüssigen, gesundheitsschädlichen Stäuben, Rauch und Aerosolen
– Hält fibrogene Partikel ab (kurzfristige Reizung der Lunge)
– Max. 11 % Gesamtleckage
– Max. 10-fach Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes
Eine Atemschutzmaske der Klasse FFP2 kann in Gegenden verwendet werden, in welchen die Luft gesundheitsschädlich belastet ist. Sie filtert 94 % der Partikel in der Luft (bis 0,6 μm Größe). Diese Maske kann z. B. in der Metallindustrie oder im Bergbau genutzt werden. Die Maske schützt außerdem vor einer Geruchsbelästigung vor Ort.

FFP3

– Schutz vor festen und flüssigen, gesundheitsschädlichen Stäuben, Rauch und Aerosolen
– Wird beim Einsatz mit Krebserregenden und Radioaktiven Stoffen, sowie bei Krankheitserregern, wie Bakterien, Viren und Pilzsporen verwendet
– Max. 5 % Gesamtleckage
– Max. 30-fach Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes
Eine Maske der Schutzklasse FFP3 bietet den größtmöglichen Schutz vor Atemluftbelastung. Sie filtert mindestens 99 % der Partikel in der Luft (bis 0,6 μm Größe). Dabei ist sie in der Lage, giftige, Krebserregende und radioaktive Partikel zu filtern. Eine solche Atemschutzmaske wird meist in der Chemieindustrie verwendet.

Es gibt Mundschutz-Masken mit verschiedenen Sicherheitsklassen. Die Schutzklassen FFP1 bis FFP3 geben den Schutzgrad der jeweiligen Atemschutzmaske an.

Gegen welche Arten von Viren hilft eine Mundschutz-Maske?

Ein gewöhnlicher Mundschutz hilft gegen alle Arten von Krankheiten, die nicht direkt über die Luft, sondern über Tröpfcheninfektionen weitergegeben werden (durch Niesen, Sprechen oder Husten ausgelöst). Dazu gehören:

  •  Grippe
  •  Grippale Infekte
  •  Keuchhusten
  •  Mumps
  •  Lungenpest
  •  Masern
  •  Röteln
  •  Scharlach
  •  Windpocken

Wichtig: Ein Mundschutz kann keinen 100-prozentigen Schutz garantieren. Er schützt nämlich nur Mund und Nase. Die Schleimhäute der Augen sind aber auch häufige Eintrittspforten für Viren und andere Krankheitserreger.

Fragen und Antworten zur Mundschutz-Maske (FAQ)

Was ist eine Mundschutz-Maske?

Eine Mundschutzmaske ist eine halbförmige Maske aus mehreren Papieren oder Vliesschichten. Sie wird so übers Gesicht gezogen, das sie Mund und Nase bedeckt. Mit kleinen Gummischlaufen kann sie am Hinterkopf festgebunden werden. Die normal erhältlichen Masken enthalten ein kleines Gummiband, um die Maske hinter den Ohren zu befestigen. Manche Mundschutzmasken haben im oberen Rand einen elastischen Metallbügel eingenäht, der sich gegen das Nasenbein drücken lässt. Dabei wird das Sichtfeld frei und die Ausatemluft nach oben reduziert.

Wer braucht eine Mundschutz-Maske?

Eine Mundschutz-Maske kann getragen werden, um andere vor einer Infektion zu bewahren, wenn man selbst infiziert ist. Wichtig zu wissen ist, dass die Mundschutzmaske keine Luft filtert, sondern lediglich Sekret abhält, das beim Reden oder Husten aus dem Mund geschleudert wird. Somit kann verhindert werden, dass man andere Menschen durch eine Tröpfcheninfektion mit Erregern ansteckt. Ein Mundschutz kann auch zum Selbstschutz getragen werden. Sekret, das von anderen Menschen, ausgelöst durch Husten oder Niesen, durch die Luft fliegt, kann durch das tragen einer Mundschutz-Maske nicht in den Hals und Rachenbereich gelangen. Wie bereits erwähnt filtert der Mundschutz keine Luft, was bedeutet, dass kleine Partikel hindurch gelangen. Das bedeutet, dass die Mundschutz-Maske gegen Pollen, Staub, Rauch, Gas oder Schimmelsporen nutzlos ist. Dafür müssten dann Atemschutzmasken der Klassen FFP1 bis FFP3 getragen werden.

Ist eine Mundschutz-Maske beim Coronavirus sinnvoll?

Kurz gesagt: Nein. Laut dem aktuellen Stand sind Mundschutz-Masken nicht sinnvoll gegen das Coronavirus, da er scheinbar nicht über Tröpfchen- oder Schmierinfektionen weitergegeben wird. Es wird vermutet, dass er sich fast allein durch die Luft ausbreitet. Dafür wäre dann ein Mundschutz, der mindestens die Schutzklasse FFP2 erfüllt, nötig. Allerdings sind normale Mundschutz-Masken gegen viele andere Krankheiten sinnvoll, wie z. B. die Grippe. Mittlerweile sind dank der Panik um das Coronavirus sowieso kaum noch Mundschutzmasken erhältlich. Es wird allgemein vom Kauf abgeraten, da natürlich auch Ärzte (die sie dringen bräuchten) unter dem Mundschutzmangel leiden. Wie sollen z. B. OP’s ohne Mundschutz durchgeführt werden?

Welche Vorteile bietet eine Mundschutz-Maske?

Die Vorteile einer Mundschutzmaske sind ganz klar die Minimierung der Wahrscheinlichkeit einer Infektion durch Tröpfchen (Tröpfcheninfektion). Sie sorgt für mehr Hygiene, da die Sekretpartikel, die beim Reden oder Husten entstehen abgehalten werden (wenn man selbst einen Mundschutz trägt). Man kann sich natürlich auch selbst mit einer Mundschutz-Maske vor Infektionen schützen. Spucke Tröpfchen von anderen Infizierten (durch Husten, Reden, Niesen) könne durch den Mundschutz nicht in den Hals- oder Rachenbereich gelangen und eine Infektion auslösen.

Welche Nachteile hat eine Mundschutz-Maske?

Der wohl größte Nachteil einer gewöhnlichen Mundschutz-Maske aus Papier oder Vlies besteht daraus, dass sie nur gegen Tröpfchen oder andere sehr grobe Partikel hilft. Sie filtert keine Luft wie z. B. eine richtige Atemschutzmaske. Deshalb ist sie auch gegen alle kleinen Partikel nutzlos. Dazu zählen feiner Staub, Rauch, Pilzsporen (z. B. Schimmel) und Pollen. Auch hilft sie nicht gegen Smog oder giftige Gase. Dafür wäre eine vollständige Luftfilteranlage oder ein komplettes Atemsystem mit Sauerstoff Druckluftflasche nötig.

Wann sollte ich unbedingt eine Mundschutz-Maske tragen?

Sie sollten eine Mundschutz-Maske tragen, wenn sie sich vor einer Grippe oder anderen Krankheiten (die durch Tröpfcheninfektionen verbreitet werden) schützen wollen. Vor allem, wenn sie Alt oder anderweitig geschwächt sind, ist ihr Immunsystem meist nicht so leistungsfähig, wie bei einem gesunden Menschen. Jedes Jahr sterben Alte und geschwächte Menschen an der normalen Grippe. Sollten sie sich also nicht sicher fühlen, ob sie eine Grippe überleben, wäre es empfehlenswert, einen Mundschutz zu tragen. Ein Mundschutz allein reicht meist aber nicht aus. Meiden sie außerdem große Menschenansammlungen, wie z. B. Faschingsumzüge (der Grund für die Corona Ausbreitung in Italien) oder Festivals.

Was müssen Bartträger bei Mundschutz-Masken beachten?

Es ist allgemein wichtig, dass der Mundschutz perfekt an der Gesichtshaut anliegt. Möchte man einen Mundschutz tragen, obwohl man einen Bart hat, ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Mundschutz den gesamten Bart abdeckt. Deckt er den Bart nicht ganz ab oder lässt Atemluft am Rand der Maske durch, ist er nicht sehr wirksam. Auch wenn der Bart zu groß ist, ist der Mundschutz nicht hilfreich. In diesem Fall muss der Bart gestutzt oder vollends entfernt werden.

Welche FFP-Klasse ist beim Coronavirus sinnvoll?

Da das Coronavirus nur über kleinste Partikel übertragen wird, ist ein Mundschutz der Klasse FFP1 wirkungslos. Um das Coronavirus abzuhalten, wird eine mindeste Sicherheitsklasse von FFP2, besser FFP3 empfohlen. Masken der Schutzklasse FFP2 oder FFP3 filtern kleinste Partikel der Luft. Dazu gehören Viren, Bakterien und giftige bzw. radioaktive Stoffe. Eine Schutzmaske der Klasse FFP3 wird meist in der Chemieindustrie eingesetzt.

Kann ich eine Mundschutz-Maske reinigen?

Nein, eigentlich nicht. Die normalen Mundschutz-Masken sind zum Einmalgebrauch gedacht und sollten nach der Anwendung entsorgt werden. Theoretisch wäre es möglich, Vliesmasken (ohne Papierteile) gut auszuspülen und danach zu sterilisieren (Abkochen o. Ä.). Allerdings ist dabei natürlich niemals 100-prozentige Reinheit garantiert. Eine Mundschutzmaske wurde für den Einmalgebrauch entworfen, also sollte sie auch so verwendet werden.

Wie lange sollte ich maximal eine Mundschutz-Maske tragen?

Ein Mundschutz hat keine allzu lange maximale Tragedauer. Allgemein gilt, dass der Mundschutz nach jeder sichtbaren Verschmutzung gewechselt werden soll. Dazu gehört natürlich auch das Durchfeuchten durch die Atemluft. Sobald ein Mundschutz durchfeuchtet, sollte er umgehend gewechselt werden, da er dann nicht mehr seinen Zweck erfüllt. Selbst wenn keine Verschmutzungen sichtbar sind und auch keine Durchfeuchtung auftritt, soll der Mundschutz nach spätestens 2 Stunden gewechselt werden.

Auf was soll ich beim Kauf einer Mundschutz-Maske im Online-Handel achten?

Allgemein gibt es nichts, worauf man beim Kauf eines Mundschutzes achten sollte. Es gelten dieselben Regeln, wie bei einem normalen Onlinekauf. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Anbieter vertrauenswürdig ist (kein China-Hersteller von Ebay oder Amazon). Auch sollte der Preis in Ordnung sein. Ist der Preis eines Mundschutzes z. B. viel zu billig, kann es sich gut um ein minderwertiges Produkt handeln. Ein vertrauenswürdiger Hersteller wäre z. B. Hygi.de.

Kann ich mich mit einer Mundschutz-Maske vor einer Grippe schützen?

Ja, kann man. Die normale Grippe wird meist über Tröpfchen- und Schmierinfektionen übertragen. Der Mundschutz hält Tröpfchen ab, die von anderen (eventuell infizierten) Personen, ausgelöst durch Husten, Niesen oder Sprechen, durch die Luft fliegen. Der Mundschutz deckt allerdings nur Mund und Nase ab. Tröpfchen infizierter Personen können aber auch durch die Schleimhäute der Augen in den Körper gelangen und eine Grippe (oder andere Krankheit) auslösen. Besser wäre es, einen Mundschutz bei eigener Infektion zu tragen um andere, nicht infizierte Personen zu schützen.

Bei welchen Arten von Viren hilft eine Mundschutz-Maske nicht?

Ein Mundschutz hilft nicht gegen Viren, die sich durch die Luft ausbreiten (Tröpfchen kleiner als 0,5 μm), da die Luft nicht gefiltert wird. Um eine derartige Ausbreitung zu verhindern, ist ein Atemschutz mit einer Schutzklasse von mindestens FFP2, besser FFP3 erforderlich. Ein bekanntes Virus ist z. B. das Coronavirus. Es wird über extrem kleine Tröpfchen übertragen (kleiner als 0,5 μm), die von einer normalen Mundschutzmaske nicht abgehalten werden können. Die meisten Krankheiten, die Lunge, Atemwege, Rachen oder Hals besetzen, sind durch einen Mundschutz nicht aufzuhalten.

Bei welchen Arten von Viren hilft eine Mundschutz-Maske nicht?

Ein Mundschutz hilft nicht gegen Viren, die sich durch die Luft ausbreiten (Tröpfchen kleiner als 0,5 μm), da die Luft nicht gefiltert wird. Um eine derartige Ausbreitung zu verhindern, ist ein Atemschutz mit einer Schutzklasse von mindestens FFP2, besser FFP3 erforderlich. Ein bekanntes Virus ist z. B. das Coronavirus. Es wird über extrem kleine Tröpfchen übertragen (kleiner als 0,5 μm), die von einer normalen Mundschutzmaske nicht abgehalten werden können. Die meisten Krankheiten, die Lunge, Atemwege, Rachen oder Hals besetzen, sind durch einen Mundschutz nicht aufzuhalten.

Welche Mundschutzmaske sollte ich bei Asbest verwenden?

Eine Mundschutz-Maske der Klasse FFP3 filtert jegliche kleine Partikel. Dazu gehören auch die kleinen Fasern von Asbest. Asbest wird also erfolgreich von einer Maske der Schutzklasse FFP3 abgehalten und kann problemlos behandelt werden. Ein Einatmen von Asbest ohne ausreichenden Schutz kann sehr gefährlich für die Lunge und Atemwege sein.

Welche Arten von Masken tragen Ärzte?

Ärzte tragen verschiedene Arten von Masken, je nach Anlass entsprechend. Für eine OP wird z. B. ein normaler Mundschutz getragen. Für Patienten mit gefährlichen Krankheiten (z. B. Corona) reicht ein Mundschutz (oder Atemschutz) der Klasse FFP2, besser aber FFP3. Für eine Behandlung von z. B. Ebola Patienten, tragen die Ärzte komplette Ganzkörperanzüge und Komplettmasken. Der Anzug und die Maske haben einen bestimmten Überdruck, sodass im Falle eines Lecks, der Anzug trotzdem keine Außenluft hineinlässt.

Wie reinige ich eine Stoffmaske richtig?

Selbst genähte Stoffmasken liegen im Trend. Ein großer Vorteil ist die mehrmalige Verwendung über viele Tage. Experten empfehlen das Waschen mit einem Vollwaschmittel bei mindestens 60 Grad Celsius nach jedem Gebrauch. Als Alternative ist es ausreichend, die Stoffmaske über einen Zeitraum von mindestens 5 Minuten in einen Topf mit kochendem Wasser zu legen. Eine Reinigung im Backofen und in der Mikrowelle ist nicht sinnvoll. Enthalten die Stoffmasken Drahtbügel kann der Stoff durch Funkenflug Brandschäden bekommen. Sorgfältiges, heißes Bügeln ist die schnellste Alternative zum Reinigen von Mundschutz, die von Virologen empfohlen wird.

Warum ist das Tragen einer Maske beim Autofahren strafbar?

Trotz Maskenpflicht kann das Tragen einer Atemschutzmaske in Deutschland mit einem Bußgeld von 60 Euro geahndet werden. Nach $ 23 Abs. 4 Satz 1 Strassenverkehrsordnung darf das Gesicht eines Kraftfahrzeugführers nicht so verhüllt und verdeckt sein, dass es nicht mehr erkennbar ist. Trägt ein Autofahrer zusätzlich zur Maske eine Sonnenbrille und fährt er in eine Radarfalle, ist es nicht nachprüfbar, wer der Fahrer ist. Fährt ein Verkehrsteilnehmer alleine im Auto oder wird von seiner Familie begleitet, besteht kein Bedarf zum Schutz – also abnehmen. Im Falle haushaltsfremder Mitfahrer verfügen die Polizisten über einen Interpretationsspielraum und können einzelfallabhängig entscheiden. Trägt jemand aus medizinischen Gründen eine Schutzmaske, z. B. weil er eine Infektion mit dem Coronavirus befürchtet und auf dem Weg zu einer ärztlichen Untersuchung ist, darf er auf Kulanz hoffen.

Was ist beim Nähen von Stoffmasken zu beachten?

Das Angebot an Stoffmasken ist groß. Viele Personen nähen sogar für Ärzte und medizinisches Personal. Die Masken aus Stoff schützen die Gesundheit der Träger und Patienten. Um einer Person ausreichend Schutz zu bieten, muss die Maske vom Nasenrücken bis unterhalb des Kinns reichen und lückenlos am Gesicht anliegen. Geeigneter Stoff muss nicht neu sein, aber ein engmaschiges Gewebe besitzen und nicht zu dünn sein. Wird er gegen ein Fenster und eine Lampe gehalten, darf das Gewebe nur wenig bis gar kein Licht durchlassen. Baumwolle eignet sich für Gesichtsmasken am Besten. Wird der Baumwoll-Stoff mit einer weiteren Lage aus Seide oder Chiffon kombiniert, ist der Schutz vor dem Coronavirus nach einer amerikanischen Studie vergleichbar mit einer medizinischen N95-Maske. 

Wie herum setzte ich einen Mundschutz mit Falten auf?

Wer aufgrund der Einführung der bundesweiten Maskenpflicht eine neue, mehrlagige Stoffmaske oder medizinische Maske mit Falten gekauft hat, fragt sich in welcher Richtung der Mund-Nasen-Schutz aufgesetzt wird. Besitzt die Maske einen Draht, liegt dieser über der Nase. Die Faltenrücken sollten in jedem Fall nach unten zeigen, damit sich kein Schmutz in den Rillen sammelt. Die Falten fächern sich über Mund und Nase auf, damit die Schutzmaske beim Tragen das Gesicht optimal bedeckt.

Welche Möglichkeiten einer Behelfsmaske gibt es?

Professioneller Mund-Nasen-Schutz besteht aus mehreren Papier- und Vlies-Schichten. Nicht jeder Bürger in Deutschland hat eine maschinell hergestellte, zertifizierte Schutzmaske zur Hand. Das Angebot ist knapp. Laut Robert-Koch-Institut können Behelfsmasken das Ansteckungsrisiko vor dem Coronavirus verringern. Selbst genähte, mehrlagige Stoffmasken zählen ebenso zu den Behelfsmasken wie Masken aus Papiertaschentüchern, Kaffeefiltern und Staubsaugerbeuteln. Zu beachten ist, dass Träger, um ihre Gesundheit wirkungsvoll vor Corona zu schützen, Behelfsmasken aus Papier im Gegensatz zu selbst genähten Modellen aus Stoff nur einmalig verwenden sollten.

Eine Anleitung zum selber nehmen: Behelfsmaske selber nähen